Universal Pictures möchte 127.0.0.1 von der Google suche ausschließen

Auf „Chilling Effects“ werden DMCA Anfragen veröffentlicht. In einer solchen Anfrage ist ersichtlich welche URL eine Firma, wegen Urheberrechtsverletzungen, bei einer anderen Firma beanstandet.

Auch anfragen an Google werden dort veröffentlicht.

http://127.0.0.1:4001/#/fr/

In einer DMCA Anfrage vom 15. Juli 2015 ist nun auch die URL http://127.0.0.1:4001/#/fr/ ersichtlich. Dort soll angeblich Jurassic World angeboten werden. Dämlicher geht es eigentlich nicht, weil jedes Kind weiß: 127.0.0.1 ist localhost. Also der eigene Computer!

Wenn man bei chillingeffects.org nach „127.0.0.1:4001″ sucht, findet man weitere DMCA-Requests. Die dort aufgelistete „NBCUniversal“ gehört ebenfalls zu Universal Pictures.

Mitarbeiter von Filmstudios hosten aktuelle Kinofilme auf ihren eigenen Rechnern? Seltsame Vorstellung.

Bei Alex gelesen

Datensammelwut Google vs. Staat

Google (und co.) sammeln viele Daten. Die gesammelten Daten werden genutzt damit wir alle die passende Werbung bekommen. Das ist deren Hauptgeschäft. Doch verkauft Google auch Daten?

Es gibt Gründe dafür und dagegen. Hier mal zwei Gründe dagegen:

  • Google ist im Aktienmarkt. Würden Google Daten verkaufen, so würden die Aktien regelrecht zusammenbrechen.
  • Google sammelt Daten und wertet diese selbst aus. Das ganze wird dann als Service (AdSense, AdWords, AdMob) angeboten. Google würden sich mit dem Verkauf von Daten selbst schaden.

Gunter Dueck behauptet sogar:

Im  Grunde ist es witzig, sie fordern alle den Staat, dass der Google und Facebook irgendwie disziplinieren soll [..] aber der Staat selbst ist der große Sünder, weil er keinen Aktienwert am Markt hat und die machen in Geheimdienste, was sie wollen. – Gunter Dueck

Ich vertraue meine Daten lieber Google (oder einer anderen Firma an) als dem Staat. Der Vorratsdatenspeicherung (bzw. Büpf in der Schweiz) traue ich weniger zu, weil die ja nichts zu verlieren haben.

Hier noch das Video von Gunter Dueck, empfehlenswerte vier Minuten:

Leider gibt es Politiker wie z.B. Jacqueline Badran (SP) die eine Vorratsdatenspeicherung mit den Argumenten „Firmen machen es ja auch“ fordern. Einfach nur schade.

sorry @JayBadran das Problem ist, dass ich auf Google verzichten kann, aber dem Staat mit seinem Gewaltmonopol nicht entkomme #buepf

Andreas Von Gunten  (@avongunten) 17. Juni 2015

@avongunten die privaten Telcos, Banken etc. speichern die Daten sowieso. Dann wehr dich dagegen, nicht gegen den kontrollierten Zugriff.

– Jacqueline Badran (@JayBadran) 17. Juni 2015

Natürlich vergisst die gute Dame auch die Umstände dass private Telcos „die Daten“ nur wegen der momentan vorhandener Vorratsdatenspeicherung (Büpf) speichern.

Und wer es noch nicht bemerkt hat: Ich bin gegen das Büpf!

Die Usability von Facebook ist sowas von mies

Die Bedienung von Facebook gefällt mir nicht. Die Browser Version macht auf mich einfach nur einen sehr schlechten eindruck.

Heute ist mir es erneut aufgefallen.

  1. Ich mache seit langem wiedermal Facebook auf. Auf der Startseite angelangt scrolle ich durch den News-Feed.
  2. Dank Infinite-Scroll (Facebook lädt nach sobald man das Seitenende erreicht) habe ich nur mit scrollen schon ein par Duzend Beiträge gesehen.

Bis jetzt also nichts besonderes. Facebook bietet mir Content und hat mich deshalb als Nutzer. Nun geht es aber weiter.

  1. Ich sehe ein Video bei dem „xyz commented on this“ (benutze FB in Englisch) darüber steht. Möchte wissen was die Person kommentiert hat und klicke auf „4.6k Comments“.
  2. Facebook lädt den Post und schickt mich zu den Kommentaren. Die Person „xyz“ sehe ich nirgends. Ich müsste 4.6k Kommentare durchsuchen.
  3. Egal. Möchte nun wieder zurück. Drücke dazu den „Zurück“-Button vom Browser. Ich lande nicht an alter stelle, sondern viel weiter oben. Das unendliche Scrollen hat sich meine alte Position nicht gemerkt.
  4. Facebook zu.

Entweder ich mache etwas falsch oder die Bedienbarkeit ist einfach nur ein grosser Witz.

Facebook müsste doch in der Lage sein einen Anker zu setzen damit ich direkt beim besagten Kommentar lande. Auch das merken der Position beim betätigen der Zurück-Taste erwarte ich als User. Sogar 9Gag kann das.

Blackshades (RAT-Tool) Entwickler wandert in den Knast

Als RAT (Remote Access Tool) wird Software bezeichnet mithilfe dieser man unbeaufsichtigt auf einen Computer zugreifen kann. Damit kann man dann einen Live Screencast machen oder auch auf die Webcam zugreifen.

Im Grunde eigentlich nichts spezielles. Eigentlich der Ideale Diebstahlschutz. Der kauf und Besitz einer solchen Software sollte – meiner Meinung nach – nicht illegal sein. Wie gesagt: Es gibt legale Anwendungszwecke!

Ich kann mit einem Hammer auch jemanden erschlagen.

Letzte Woche führte eine internationale Polizeiaktion in insgesamt 16 Ländern zur Verhaftung um die 100 Anwendern der Software „Blackshades“. In der Schweiz wurde diese Aktion von der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität, KOBIK, entsprechend koordiniert. Involviert waren 11 kantonale Polizeibehörden, wo gleichzeitig 16 Hausdurchsuchungen und Befragungen durchgeführt wurden. Die sichergestellten Datenträger werden derzeit ausgewertet. – Quelle: kapo.sg.ch (PDF)

Bereits letztes Jahr wurden einfach mal so um die 100 Personen verhaftet. Nicht weil bewiesen ist dass diese die Software illegal eingesetzt haben, sondern nur weil diese die Software gekauft haben.

Und jetzt sind wir soweit dass auch der Entwickler der Software verhaftet wurde. Heise.de berichtete:

Ein schwedisches Mitglied der Entwickler des Spionage-Trojaners Blackshades wurde in den USA zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe verurteilt. – Quelle: heise.de

Jetzt mal ehrlich: Ich hab so einige Fragen.

  1. Weshalb darf jede x-beliebig Firma wie z.B. TeamViewer oder LogMeIn Fernwartungstools Entwickeln und für schweineteuer verkaufen ohne Konsequenzen daraus ziehen zu müssen? (Auch LogMeIn wird illegal benutzt, wie ich selbst feststellen musste)
  2. Weshalb darf eine Firma wie z.B. ‚Vupen‘ Zero-Day-Exploit suchen, finden und verkaufen? (NSA und BND kaufen bei denen ein, deswegen sagt vielleicht niemand was)
  3. Weshalb darf der Baumarkt, bei mir um die ecke, einen Hammer verkaufen? (Dort gibt es auch Äxte und Motorsägen. Aber ein Hammer ist in etwa so harmlos wie ein RAT-Tool)

Wenn ich solche News höre überlege ich wiedermal meine Harddisk zu verschlüsseln. Es kann ja scheinbar jeden treffen und dann ist, auch wenn man nichts verbrochen hat, sicher besser die Festplatte bleibt versiegelt.

Kommentarbereiche verwildern gezwungenermassen zu Geisterstädte

Die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen gehört für mich einfach dazu. Und dass soll möglichst einfach sein!

Deaktivierte Kommentare

Immer wieder sehe ich Blogs die es einem nicht ermöglichen einen Kommentar zu hinterlassen. Die Kommentarfunktion wurde nicht aktiviert oder automatisch nach bestimmter Zeit geschlossen. Mich widert das an weil ich hab dann keine Möglichkeit…

  • …etwas ergänzendes zu erläutern.
  • …den Autor auf einen Fehler hinzuweisen.
  • …auf einen Irrtum hinzuweisen.
  • …allgemein zu Diskutieren.

Ich erwarte ja nicht dass der Autor antwortet.

Was sind die Gründe weshalb man die Kommentare deaktiviert? Ich kann es nicht ganz nachvollziehen. Negative Kommentare können es ja nicht sein, den diese lagert man so doch einfach auf Sozial Media Netzwerke aus. Und Bots lassen sich heutzutage auch filtern ohne auf Captchas oder externe Dienstleister zu setzen.

Wie gesagt: Ich kann die Gründe nicht nachvollziehen. Es kommt jedoch häufig vor dass ich solche Webseiten aus meinem RSS Feed Reader werfe. Tja, selbst schuld! (Es gibt natürlich auch ausnahmen)

Unnötig erschwertes kommentieren

Nervt mich genauso. Es gibt viele Faktoren die dass kommentieren unnötig erschweren.

  • Captcha Abfragen: Entweder nicht lesbar oder die Antwort ist eine Wissensfrage die, falls man sie nicht weiß, ergoogeln muss. Dann gibt es auch noch technische Umsetzungen die bei einer falschen Eingabe den ganzen Kommentar löscht. Man darf den Kommentar dann nochmals schreiben.
  • Gezwungene Registration: Hab nichts gegen eine Registration. Diese soll doch aber bitte freiwillig sein.
  • Versteckte Kommentare: Zwischen Artikel und Kommentare werden andere Artikel vorgeschlagen (Related Posts). Manche übertreiben es und schlagen elend viele Posts vor. Auf dem Computer ist sowas kein Problem, auf dem Smartphone hingegen scrollt man sich zu Tode.

Für mich waren früher die Kommentare einen Grund um eine Webseite später wieder aufzurufen. Ich konnte Diskutieren und war auch gespannt auf Antworten. Heute steht die Community nur noch in den Sozial Medien im Mittelpunkt. Die Kommentare werden zur Geisterstadt. Einfach nur schade und für mich nicht nachvollziehbar.